Preislich reduziert wegen Knick im Rückcover. Auf der unteren Schnittkante steht das Wort Mängelexemplar geschrieben.
Erfolge und Bedrohungen einer globalen Bewegung
Das Buch gibt differenzierte Einblicke in queere Menschenrechte. Die Autoren berichten von Situationen in verschiedenen Ländern, die in den Medien oft gar nicht oder nur ansatzweise thematisiert werden. Zwar liegt der Fokus des Buchs auf Homosexuellenrechten, doch nimmt es auch immer wieder Bezug auf sexuelle Rechte allgemein sowie die Gleichstellung aller Geschlechter.
Anhand von sechs Ländern (und immer durch Vergleiche mit weiteren Ländern) analysieren die Autoren beispielhaft mit Blick auf das Zusammenwirken von Politik, Kultur und Aktivismus unterschiedliche Wege zu mehr Akzeptanz und mehr Rechten. Ebenso diskutieren sie anhand mehrerer Länder den Gegenschlag, den die queere Bewegung erhalten hat. Sei es, dass dieser vom World Congress of Families betrieben wird, der u. a. mit russischen Parlamentsabgeordneten, die sich für homosexuellenfeindliche Gesetzgebung einsetzten, enge Bündnisse eingegangen ist. Oder wie während der Ebola-Epidemie 2014 durch religiöse Oberhäupter in Liberia.
Die Analysen verschiedener Strategien im Kampf um queere Rechte ist sicher nützlich für viele Aktivist*innen. Das Buch eignet sich aber auch für Nichtfachleute, denn es liest sich flüssig und einfach.
Verlagsbeschreibung:
Die Homosexuellen-Bewegung konnte in den letzten Jahrzehnten enorme Erfolge verzeichnen, gleichzeitig wird sie vielerorts vehement bekämpft. Internationaler Aktivismus muss sich daher an denen orientieren, die dem größten Risiko ausgesetzt sind.
Viele lesbische, schwule und transgender Menschen sind mit massiver Gewalt konfrontiert. Nach wie vor ist zum Beispiel Homosexualität in 78 Ländern verboten, in acht sogar unter Todesstrafe gestellt. Westliche Länder rühmen sich ihrer eigenen Toleranz und verkennen dabei Rollbacks, Diskriminierungen und auch ihre historische Verstrickung in die erwähnten Gesetzgebungen. Aber dieses Buch zeigt vor allem die enormen Fortschritte, die mutige und stetige Kämpfe der LGBTI*Q-Bewegung in den letzten Jahrzehnten vielerorts durchsetzen konnten, durchaus auch dort, wo man es am wenigsten erwartet hätte. Die beiden australischen Wissenschaftler und Aktivisten erzählen die Geschichte einer umfangreichen Emanzipation, berichten von einer Fülle hochinteressanter, zum Teil überraschender Details, beschreiben mittlerweile weltweit verbreitete Ausdrucksformen wie etwa die Pride Parade und die Zusammenhänge mit dem Feminismus und der AIDS-Bewegung. Dabei gehen sie den sehr unterschiedlichen Ausprägungen in Ländern wie Kuba, Spanien, Indien, Südafrika oder Australien auf den Grund und machen Mut für eine Zukunft sexueller und geschlechtlicher Freiheiten.