Preislich reduziert, da die Ecken der Box leicht beschädigt sind und Schmutzflecken haben. Sie lässt sich aber noch gut öffnen und schließen und der Inhalt ist unbeschädigt.
Kartenset zur emotionalen Bildung für Kinder von 3–10 Jahren
Für Kitas und Zuhause z. B. als Gute-Nacht-Geschichten. Inkusive Anleitung und Hintergrundinfo für Erwachsene. Dort steht auch die Motivation gezielt Jungen anzusprechen, denn in "patriarchal gepräǵten Gesellschaften wird Jungen oft vermittelt, dass der Ausdruck von GEfühlen wie Traurigkeit oder Angst als Schwäche gilt, während agressive Emotionen wie Wut toleriert oder sogar gefördert werden." Daher haben die meisten Dinos auch das Pronomen er. Dennoch wird vermieden in Geschlechterrollen zu fallen. Es gibt Dinosaurier mit Pronomen sie, die empowernde Perspektiven zu Mut und Optimismus vermitteln und es gibt Dinosaurier mit Pronomen es und einen, der zwischen den Pronomen er und sie wechselt.
Verlagsbeschreibung:
Geschichten- und Bildkartenset zu Gefühlen
- 30 Karten A5 mit Illustrationen und Kurzgeschichten
- Geschichten zu 30 Gefühlen durch die Personifizierung als Dinosaurier
- Kindgerechte, phantasievolle Geschichten regen zum Sprechen über Gefühle an
- Erlernen von Gefühlen, ihren Wirkungen und Möglichkeiten der Regulierung
- Diskriminierungskritisch und genderreflektiert formuliert
- inkl. pädagogischem Begleitheft
Gefühle benennen. Emotionen verstehen. Miteinander wachsen.
Mit dem Kartenset „Die Dinosaurier des großen Waldes“ lernen Kinder auf spielerische Weise, ihre Gefühle wahrzunehmen, auszudrücken und besser zu regulieren. Über 30 liebevoll gestaltete Dinosaurier – jeder mit einer eigenen Geschichte zu einer spezifischen Emotion – laden dazu ein, die Welt der Gefühle zu entdecken. Ob Wutusaurus zornicus schnaubiensis (Wut) oder Fröhliodocus (Freude) – jedes Kind findet sich in den Charakteren wieder.
Die Methode ist besonders geeignet für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren – und trifft gerade bei Jungen auf große Begeisterung.
Hintergrund:
Die Saurier leben im „großen Wald“ – einer kindgerechten Metapher für das emotionale Innenleben. Unter dem Wald liegt das „große Gebirge“ als Symbol für Gewissen und Werte. So werden Gefühle nicht nur gespürt, sondern auch in einen inneren Zusammenhang gestellt.
Ziele & Wirkung:
- Emotionale Intelligenz spielerisch stärken
- Eigene Gefühle benennen und regulieren lernen
- Soziale Kompetenzen & Empathie fördern
- Kindgerechte Zugänge zu Wut, Angst, Freude & Co. schaffen Raum für Gespräche über Werte und Miteinander
Ideal für den Kita-Alltag:
Das Set besteht aus 30 DIN A5 Karten mit kurzen Geschichten und passenden Illustrationen. Es lässt sich flexibel einsetzen – z. B. in der Morgenrunde, im Stuhlkreis oder in Einzelgesprächen – und kann durch ergänzendes Material wie Malbücher, Masken oder Puppen erweitert werden. Ein pädagogisches Begleitheft gibt Hintergründe zu pädagogischen Methoden und Anwendung.
Geeignet für:
- Eltern und Erziehungsberechtigte
- Kitas, Vor- und Grundschule
- Pädagogische Fachkräfte & Fachteams
- Diskriminierungssensible Bildungsarbeit
- Projekte zur frühkindlichen emotionalen Entwicklung
Hintergrund:
Entwickelt auf Basis aktueller entwicklungspsychologischer Erkenntnisse zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen im frühen Kindesalter.
Tauche mit deiner Gruppe ein in den großen Wald – wo jedes Gefühl seinen Platz hat
Entwickelt im Zuge der Materialschmiede frühkindliche Bildung gefördert von der Landeshauptstadt Stuttgart.
Beispielgeschichten:
Muteria kühnii
Im Sturzflug saust die Muteria kühnii durch die Wolken über dem großen Wald. Ihre silbernen Flügel glitzern im Sonnenlicht und ihr langer Schwanz gleitet durch den Wind. Was für ein Tag für ein Abenteuer! Die Muteria kühnii ist die mit Abstand Mutigste unter den Dinosauriern des großen Waldes. Gibt es irgendwo ein Problem, dann kommt Muteria angeflogen und steht den anderen Dinos bei. Wenn ihr silbernes Glitzern über den Köpfen der Dinos auftaucht, dann schöpfen sie Kraft und Hoffnung, und spüren den Halt des großen Gebirges unter ihren Füßen. Keine Aufgabe ist zu groß, kein Wipfel zu hoch, kein Sturm zu heftig – Muteria schafft alles. Also, das denkt sie zumindest...
Muteria hat einen ziemlich verbeulten Schnabel. Ihr Schnabel ist deshalb so verbeult, weil sie schon so oft abgestürzt ist. Pa-dautz! Dann landet sie mit einem großen Platsch in einer Pfütze oder rutscht auf dem Po über eine Wiese. Meist ist es der gutmütige Entspannosaurus, der Muteria dann aus einem großen Strohballen zieht, in dem sie bis zum Bauch verschwunden ist. „Naaaaa? Waren wir da ein bisschen zu schnell unterwegs?“ fragt Entspanno die breit grinsende Muteria. „Manchmal reicht Mut alleine nicht aus. Manchmal braucht es dazu noch einen Plan!“ „Ich weiß, ich weiß,“, sagt Muteria, „aber ich liebe das Abenteuer!“ Und mit zwei großen Flügelschlägen ist Muteria schon wieder in den Wolken verschwunden.
Neulich bemerkte Muteria, wie die anderen Dinos auf einer Wiese standen und auf den Angstosaurus einredeten. „Du hast immer so viel Angst! Wofür brauchen wir dich denn überhaupt? Muteria ist viel wichtiger und größer und toller!“, sagten sie. Angsto zitterte am ganzen Leib und wusste nicht, was er sagen sollte.
Mit einem donnernden Rumms landete Muteria vor den Dinosauriern. Ihre silbernen Flügel glitzerten so hell in der Sonne, dass sich die Dinos die Augen zuhalten mussten. „Was soll denn das?“, grollte sie so laut, dass sich die Dinos nicht nur die Augen, sondern nun auch noch die Ohren zuhalten mussten. „Wisst Ihr nicht, dass Angsto und ich zusammengehören? Ohne Angst gibt es keinen Mut! Mutig zu sein, heißt nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst weiterzugehen. Angsto und ich brauchen uns!“ „Genau!“ flüsterte der Angstosaurus und kam mutig hinter Muteria zum Vorschein. „Wir gehören zusammen!“ Da lächelte Muteria und legte Angsto einen ihrer Flügel auf die Schulter. „Genau!“, sagte sie.
Warst du schon mal richtig mutig?
Reizosaurus genervix
Heute ist kein guter Tag für den Reizosaurus genervix. Er sitzt in seiner Höhle im großen Wald und knirscht mit den Zähnen! Sein Schwanz zappelt hin und her, seine Ohren zucken, und seine Augen sind ganz schmal zusammengekniffen. „Warum muss alles immer so laut und störend sein?“, knurrt er vor sich hin. Reizo ist genervt. Aber so was von genervt.
Reizo ist eigentlich kein übler Dinosaurier. Der kleine, kräftig orange gefärbte Dino gehört, ebenso wie sein großer Verwandter, der Wutusaurus zornicus, zu unseren Beschützersauriern. Seine Aufgabe ist es, unsere Grenzen zu bewachen. Wenn etwas zu laut, zu voll, zu langsam, zu umständlich oder Reizo einfach nur hungrig und müde ist, dann legt er los: Ein Grollen steigt in Reizo auf. Er zieht die Schultern hoch und sein eh schon orangenes Gesicht wird langsam rot und röter. Einige der Dinos behaupten, sie hätten einmal kleine Dampfwolken aus Reizos Ohren kommen gesehen. Kleine grüne Dampfwölkchen!
Wenn Reizo etwas nicht hat, dann ist es ein dickes Fell. Sein Fell ist dünn. Sehr dünn. Es ist wie ein dünner Faden, an dem man zieht und zieht und plötzlich – Ratsch! – ist er gerissen. Manchmal wird es ihm einfach zu viel.
Neulich wollte Reizo vor seiner Höhle ein Bild malen. Erst kam sein Freund Ärgerix vorbei und erzählte ihm, was ihn alles ärgert. Dann hat die Starkasaura nebenan auf ihrer Trompete geübt. Dann hat es geregnet. Dann hat der Quatschmacher Alberix versucht, ihm die Malstifte zu klauen. Und als dann der riesige Entspannosaurus an Reizos Höhle vorbeitrampelte, war…! Es…! GENUG…! Er wollte doch einfach nur in Ruhe malen und alle, alle, alle störten ihn dabei!
Die Wolken über dem großen Wald wurden dunkel und Blitze zuckten vom Himmel. Reizos Herz schlug immer schneller, seine Augen drehten sich so heftig, dass sie ihm fast aus dem Kopf gefallen wären, es war, als ob ihm etwas die Luft nehmen würde! „RUHE! Lasst mich doch einfach in Ruhe!“
Reizos Stimme hallte durch den Wald. Alle Dinos duckten und versteckten sich. Entspanno trottete zurück. „Hey, Reizo“, sagte er, „komm, wir suchen einen Ort, wo wir ungestört sind. Wir brauchen eine Pause.“ „Oh ja! Pause klingt toll“, grummelte Reizo „Nächstes Mal sage ich vielleicht einfach früher, dass ich Ruhe und eine Pause brauche.“ Entspanno schaute ihn lächelnd an: „Ja, ich glaube, das wäre gut!“ Sie schauten sich an und Reizo lächelte sogar ein wenig. „Tief atmen!“, sagte er. „Das hilft.“
Wann warst du das letzte Mal so richtig genervt?