Erst dachte ich: In einer Geschichte eines schwangeren trans Mannes wird einiges an Transfeindlichkeit vorkommen. Will ich mir das wirklich antun? – Aber das Buch ist einfach wunderbar, die Protagonist*innen authentisch: Die Partner*innen, Enzo und Angèle, ihre Freude als werdende Eltern, ihr Ärger über die ihnen widerfahrenden Diskriminierungen, ihre Ängste und Hoffnungen. Die Reaktionen der Großeltern auf das Enkelkind. Die gesellschaftlich und institutionell verankerte Ungleichbehandlung. Der Roman macht deutlich, was sich in unserer cisnormativen Gesellschaft ändern muss. Und er berührt. Sehr. Auch die überraschende Wendung, die sich doch schmerzlich gut in den Erzählstrang einfügt. (Rezi von Anton)
Verlagsbeschreibung:
Ein aufregend zeitgemäßer Roman von Jayrôme C. Robinet über neue Geschlechterrollen und Familienkonstrukte abseits der Norm. Modern, divers und zutiefst berührend
Enzo und Angèle sind ein glückliches Paar, seinem Charme und ihrer Lässigkeit kann niemand widerstehen. Doch als sie sich ein Kind wünschen und es Enzo ist, der schwanger wird, stürzen sich die Medien auf den Fall des schwangeren trans Mannes, Hass und Hetze sind beispiellos. Vor allem Angèle hält dem Druck kaum stand. Als das gemeinsame Baby wenige Tage nach der Geburt stirbt, tut sie etwas Unverzeihliches, das nicht nur ihr Leben für immer verändert. Mit großer Zärtlichkeit für seine Figuren erzählt Jayrôme C. Robinet von neuen Geschlechterrollen und bedingungsloser Liebe, von dem Gepäck der eigenen Herkunft. In seinem ganz eigenen poetischen Ton gelingt Robinet ein aufrüttelnder und berührender, ein wirklich moderner Familienroman.
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